Arbeitsfelder

Besondere Seelsorgedienste


Mit der wachsenden Differenzierung der Gesellschaft hat sich auch die Seelsorge differenziert. Sie ist ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen mit ihren Herausforderungen für die Seele. Daher hat die Landeskirche übergreifende Aufträge für die Seelsorge ausgesprochen, die sich um diese Entwicklungen kümmern und die Seelsorge mit Kompetenzen ausstatten. Zum Teil sind die landeskirchlichen Aufträge mit eigenen Ausbildungslinien verbunden, die speziell auf das Aufgabengebiet zugeschnitten sind, etwa in der Altenseelsorge oder der Hospizseelsorge. Noch recht lose sind diese Aufgaben mit den Erfordernissen der grundständigen Ausbildung verbunden. Es gibt mit ihnen aber zahlreiche Schnittmengen, die in der Zukunft weiter ausgebaut werden sollen. Darüber hinaus haben die Spezialaufträge in der Seelsorge eine Funktion für das konkrete, übergreifende seelsorgliche Handeln und die Koordination auf landeskirchlicher Ebene bis hin zur Vertretung in den kirchlichen und politischen Gremien und der Öffentlichkeitsarbeit.

Diese unterschiedlichen Zielrichtungen von grundständiger Ausbildung und Seelsorge in besonderen Aufträgen werden eng miteinander verzahnt – dies ist die Aufgabe des Zentrums für Seelsorge. Damit wird die Entwicklung, Kompetenzsicherung, Ausbildung und Fachberatung in der Landeskirche gestärkt und gesichert.
 

 

Seelsorge braucht Qualifikation 

 

In der Landeskirche haben sich über Jahre bestimmte Ausbildungsformate der Seelsorge etabliert und bewährt. Sie haben ihren je eigenen Ansatz und oftmals auch ihren speziellen Einsatzort. Gemeinsam ist allen die Orientierung an der Zuwendung zum Menschen mit seiner persönlichen Entwicklung. Dies umfasst die geistlich-spirituelle Dimension ebenso wie das innere psychische Wachstum.

Die Zielgruppen können sich durchaus voneinander unterscheiden; die Ausbildung nimmt darauf zum Teil Bezug. In der Zusammenschau aber wird klar erkennbar, dass alle Ausbildungsformate auf gegenseitige Befruchtung angelegt sind – dies soll in Zukunft durch die Tätigkeit des Zentrums für Seelsorge als Veranstalter der Aus-, Fort- und Weiterbildungen gestärkt werden. Alle Ausbildungslinien entsprechen den Standards der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie. Sie bleiben auf die konkreten Bedarfe für die Seelsorge bezogen, daher sind innovative Ansätze Teil der Seelsorgebewegung. In jüngster Zeit gilt dies innerhalb der Landeskirche beispielsweise für die Systemische Seelsorge, die im Jahr 2014 im Rahmen eines Projektes gestartet ist.