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Humor und Leidenschaft für klare Worte

Anita Christians-Albrecht wurde als Beauftragte für Altenseelsorge eingeführt

Eigentlich wollte Pastorin Anita Christians-Albrecht nach dem Abschluss ihrer klinischen Seelsorgeausbildung in die Krankenhausseelsorge gehen, Susanne Kruse-Joost aber hatte ein anderes Bauchgefühl. Die Oberkirchenrätin, im Landeskirchenamt verantwortlich für die Sonderseelsorge, hatte im Gespräch mit Pastorin Christians-Albrecht herausgehört, wieviel Liebe diese in die Gemeindearbeit mit alten Menschen einbrachte und wie erfolgreich sie darin war, als Botschafterin für ein Thema – die plattdeutsche Sprache – unterwegs zu sein. Wollte sie vor diesem Hintergrund nicht vielleicht die vakante Position der Beauftragten für die Altenseelsorge übernehmen …?

Anita Christians-Albrecht wollte, übernahm die neue Aufgabe zum 1. Dezember 2016 und wurde kürzlich in einem Gottesdienst in der Kapelle des Annastifts in Hannover auch offiziell in ihr Amt eingeführt.

„Ich staune, wie Sie das Arbeitsfeld innerhalb weniger Monate neu gestaltet haben“, stellte Susanne Kruse-Joost in ihrer Ansprache zur Einführung fest. Sie hob insbesondere zwei Eigenschaften hervor, die die Beauftragte für Altenseelsorge auszeichnen: ihren trockenen ostfriesischen Humor, der immer wieder plötzlich aufblitzt, und ihre Leidenschaft für Sprache, die sie nutzt, um klar zu vermitteln, wofür sie steht. Ähnlich formulierte es auch Dr. Detlef Klahr, Landessuperintendent aus Emden, der eigens für die Einführung nach Hannover gekommen war: „Egal, was du gemacht hast – du warst immer richtig dort.“

Als langjähriger Weggefährte in der Arbeitsgemeinschaft „Plattdütsch in de Kark“ wünschte auch Traugott Wrede, ehemals Rektor des Pastoralkollegs Loccum, Anita Christians-Albrecht Glück und Segen für ihre Aufgabe in der Altenseelsorge. Sie habe in ihrem Berufsleben bisher noch an jedem Platz Außergewöhnliches geleistet, betonte Wrede in seinem Grußwort.

Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Zentrum für Seelsorge, in dem Anita Christians-Albrecht bereits Ende 2016 ihr Büro bezogen hatte, wünschten musikalisch Glück und Segen: „Bleib mir nah, Herr“ stimmten sie als Chor zum Tage im Gottesdienst an.