Auch Helfer brauchen Hilfe

Gruppenbild nach dem Gottesdienst (von links): Thomas Kolmes (Feuerwehrmuseum Salzbergen), Joachim Wittchen, Pastoralreferentin Bärbel Wempe, Dr. Bernd Brauer, Dr. Detlef Klahr, Marcus Droste, Ulrich Hirndorf und Martin Bergau. Foto: Hannegreth Grundmann


Einführung von Pastor Marcus Droste als Notfallseelsorge-Beauftragter

Mehr als 100 Gäste konnte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr kürzlich zu einem  festlichen Abendmahlsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Emden begrüßen: Pastor Marcus Droste wurde hier in seinen Dienst als Beauftragter für Notfallseelsorge im Sprengel Ostfriesland-Ems eingeführt. Die Beauftragung hat einen Umfang von einer halben Stelle; mit einer weiteren halben Stelle ist Marcus Droste weiterhin in den verbundenen Kirchengemeinden Emsbüren-Salzbergen, Schüttorf und Spelle tätig.

„Wir können in der Landeskirche Hannovers stolz und glücklich sein, dass es  viele Haupt- und Ehrenamtliche gibt, die den Dienst der Notfallseelsorge übernehmen“, betonte Martin Bergau, Direktor des Zentrums für Seelsorge (ZfS). Er überreichte Droste 95 Thesen zur Seelsorge, die in einem Workshop im Vorfeld des Reformationsjubiläums im ZfS entstanden waren.

„Auch Helfer brauchen Hilfe, Menschen mit besonderer Erfahrung und Ausbildung“, stellte Dr. Detlef Klahr, Landessuperintendent für den Sprengel Ostfriesland-Ems, heraus. Über viele Jahre schon sei Marcus Droste Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und habe sich als Gemeindepastor im Bereich der Notfallseelsorge engagiert. Droste strahle Ruhe aus, so der Regionalbischof; dies sei gerade in Krisensituationen nötig. Seine Beauftragung sei eine Wertschätzung für all diejenigen, die ehren- und hauptamtlich notleidenden Menschen beistehen.

Der Sprengel Ostfriesland-Ems sei der erste Sprengel in der Landeskirche gewesen, der im Jahr 2009 eine Beauftragung für Notfallseelsorge eingerichtet habe, so Detlef Klahr weiter. Mittlerweile gibt es in allen sechs Sprengeln Notfallseelsorge-Beauftragte, die dienstlich an das Zentrum für Seelsorge angebunden sind. Einen besonderer Dank richtete Klahr an den landeskirchlichen Beauftragten für Notfallseelsorge, Pastor Joachim Wittchen vom ZfS: Dieser habe sich in der Zeit der Vakanz mit seiner Kompetenz sehr im Sprengel eingesetzt.

Marcus Droste selbst sprach in seiner Predigt von der begründeten Hoffnung, die in der Treue Gottes liege – dies sei der Grund für die Hoffnung besonders in Notlagen. „Hoffnung ist nicht nur ein Wort, Hoffnung, das sind Worte und Taten“, so der Beauftragte für Notfallseelsorge.