Auf die Kraft der Begegnung vertrauen

Die Teilnehmenden des Grundkurses mit ihrem Kursleiter Dietmar Vogt (3. von rechts) und den Kursleiterinnen Dr. Christiane Burbach (7. von rechts) und Claudia Schubert (2. von rechts).


Halbzeit im Grundkurs Personzentrierte Seelsorge und Gesprächsführung

Die personzentrierte Haltung nimmt den ganzen Menschen wahr, begleitet Menschen auf ihrem Weg, vertraut auf die heilende Kraft der Begegnung und basiert auf Wertschätzung, Empathie und Echtheit.

Genau das erfahren und erlernen zurzeit elf Frauen und Männer, die am Grundkurs für personzentrierte Seelsorge und Gesprächsführung des Zentrums für Seelsorge teilnehmen. Der Kurs, der einen Zeitraum von etwa einem Jahr umfasst, wird von Lehrsupervisorin Prof. Dr. Christiane Burbach, Pastorin Claudia Schubert und Pastor Dietmar Vogt, Referent für Personzentrierte Seelsorge im ZfS, geleitet. Er vermittelt über zehn Wochenenden hinweg die Grundlagen der Personzentrierten Haltung; hinzu kommen ein qualifiziertes Selbststudium, kollegiale Treffen und eine Abschlussphase im Herbst 2017. Die Fortbildung bietet den Teilnehmenden darüber hinaus Raum für Selbsterfahrung und theoretische Impulse.

Inhalte des Kurses sind unter anderem die personzentrierte Grundhaltung, das Menschenbild der personzentrierten Seelsorge und ihr Begründer Carl. R. Rogers. Zudem bildet die Vermittlung von Kommunikationstheorien, Persönlichkeitsstrukturen, Entwicklungstheorien und Krankheitsbildern einen Schwerpunkt in der Theorievermittlung.

„Ein vielseitiges Fachwissen und ein Fachkompendium ganz besonderer Art wächst in dieser anspruchsvollen Fortbildung in Verschränkung mit Gesprächserfahrung in Gemeinden, Krankenhäusern sowie anderen inner- und außerkirchlichen Tätigkeitsfeldern“, sagt Dietmar Vogt. „Dies wird getragen von der Entdeckung Carl Rogers‘, dass vorwiegend die Begegnung, die auf Basis von Wertschätzung, Echtheit und Empathie geschieht, ein Heilen und Wachsen des Menschen in Gang bringen kann.“

Zur Halbzeit des Kurses, der im September 2016 begann und bis September 2017 dauert, reflektierten die Teilnehmenden ihren bisherigen Lernstand und setzten sich Ziele für den zweiten Teil ihrer Ausbildung. Ziel ist eine Qualifikation für die Gemeindeseelsorge und für andere Berufsfelder, in denen die Teilnehmenden tätig sind. Ein Zertifikat bescheinigt ihnen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung qualifizierte Kenntnisse in therapeutisch wirksamer Gesprächsführung.

Mithilfe von selbst gestalteten Bändern reflektierten die Teilnehmenden ihren Ausbildungsstand.