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Foto: Andrea Hesse

Hospiz- und Palliativseelsorge

Netzwerkarbeit ist wichtiger denn je

Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich die ehrenamtliche überkonfessionelle Hospizbewegung konsolidiert und ist mittlerweile zu einem festen und abrechenbaren Bestandteil des Gesundheitssystems geworden. Parallel zur Hospizbewegung entwickelte sich die Palliativversorgung, die in Medizin und Pflege neue Maßstäbe setzt. Ihr geht es nicht darum, das Leben zu verlängern; Ziel ist es vielmehr, dem Leben bis zuletzt möglichst viel Qualität zu geben. Erstmalig in der Geschichte der modernen Medizin wird dabei der spirituellen Begleitung große Bedeutung zuerkannt – sie gehört zu den vier Säulen der Palliativversorgung. Da die Begleitung Kranker und Sterbender von jeher ein kirchliches Anliegen war und ist, ist es wichtig und unabdingbar, dass Kirche sich in diesem Bereich engagiert, mit den anderen Professionen kooperiert und sich vernetzt.

Die Landeskirche stützt und fördert die ehrenamtliche Hospizbewegung sowie die Seelsorge in der Palliativversorgung durch eine Pfarrstelle. Die Beauftragte für Hospiz- und Palliativseelsorge, Pastorin Andrea Peschke, ist dem Zentrum für Seelsorge mit einer halben Stelle zugeordnet. Zu ihren Aufgaben gehört es, das Ehrenamt in der Hospizarbeit zu stärken und Informationen über hospizliches Engagement und palliative Versorgung in Kirchenkreise und kirchliche Gremien zu tragen. Andrea Peschke arbeitet eng mit der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz zusammen, in der die ehrenamtliche Hospizarbeit organisiert ist. In der Palliativversorgung ist sie für die Zurüstung von Seelsorgenden, die ambulant oder stationär tätig sind, zuständig. Sie bietet Kurse und Seminare an und hat an der Entwicklung eines Curriculums für die seelsorgliche Ausbildung in der Palliativversorgung mitgearbeitet.

Andrea Peschke begleitet die landeskirchlichen Projekte, in denen seit 2010 durch verschiedene Stellenanteile versucht wird, die Präsenz der Seelsorge in der ambulanten Palliativversorgung zu gewährleisten. Sie leitet darüber hinaus den landeskirchlichen Arbeitskreis Hospiz und Palliativ.
 

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Grünes Licht für gute Worte

Das Angebot mit einem Umfang von zwei Stunden soll einführen in die Achtsamkeit für Gesprächsanliegen von sterbenden Menschen. „Es ist dazu gedacht, Menschen aus dem Umfeld niedrigschwellig die Angst zu nehmen, auf schwerkranke Menschen zuzugehen“, sagt Andrea Peschke vom Zentrum für Seelsorge.

Das Angebot führt ein in die Gefühle von Schwerstkranken und soll Menschen in ihrem Umfeld dazu befähigen, passende Worte zu finden und möglichst unbefangen mit oftmals schwierigen Begegnungen und Situationen umzugehen. „Das Konzept wurde von kompetenten Pastoralpsychologen erarbeitet und ist ein Beitrag der Seelsorge für die Hospiz- und Palliativarbeit“, erklärt Andrea Peschke.

Nähere Informationen gibt es bei Andrea Peschke und bei Almuth Eckardt, Leiterin des Hospizdienstes Walsrode unter aeckardt@hospiz-walsrode.de.
 

Ihre Ansprechpartnerin

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Pastorin Andrea Peschke
Blumhardtstr. 2A
30625 Hannover
Tel.: 05103 524 80 45
Abteilung / Referat:

Landeskirchliche Beauftragte für Hospiz- und Palliativarbeit