„Beratungsarbeit ist ein herausforderndes Feld“

Christine Koch-Brinkmann wird Leiterin der Fachstelle für Psychologische Beratung

Christine Koch-Brinkmann

Dass es zu Beginn etwas ruckeln könnte, ist Christine Koch-Brinkmann bewusst: „In der Fachstelle für Psychologische Beratung ist im Moment vieles im Umbruch, da wird nicht von Anfang an alles glatt laufen“, sagt sie und fügt hinzu: „Aber das ist auch eine Chance.“ Seit der Verabschiedung von Pastor Rainer Bugdahn aus der Leitung der Fachstelle im Juni 2023 war der Leitungsposten vakant; nun tritt Koch-Brinkmann zum 1. Mai die Nachfolge an. Neu ist das Arbeitsfeld für sie nicht: Die Diplom-Theologin, Lebensberaterin, Supervisorin und Coachin bringt viel berufliche Erfahrung mit in ihre neue Aufgabe.

Seit rund 20 Jahren ist Koch-Brinkmann in der Leitung evangelischer Lebensberatungsstellen tätig; parallel dazu engagierte sie sich in der Weiterbildung, unter anderem in der landeskirchlichen Fortbildung in den ersten Amtsjahren (FEA), im Pastoralkolleg in Loccum und als Referentin für verschiedene Einrichtungen. Sie arbeitete über mehrere Jahre im Vorstand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (DAJEB) mit und engagierte sich in der Leitungskonferenz der Lebensberatungsstellen. Mit Ausbildungseinrichtungen wie dem EZI in Berlin und dem Fachverband EKFuL ist sie gut vernetzt.

„In den vergangenen Jahren konnte ich viel Praxiserfahrung sammeln, die ich in die Leitung der Fachstelle für Psychologische Beratung einbringen möchte“, sagt Koch-Brinkmann. „Die Beratungsarbeit ist ein sehr komplexes, herausforderndes Feld und die Mitarbeitenden brauchen es, dass jemand für die Fachberatung ansprechbar ist und sich innerkirchlich, aber auch nach außen für die Psychologische Beratung stark macht.“ Die Akzeptanz gegenüber den evangelischen Beratungsstellen sei sehr groß; dennoch sei sie stellenweise überrascht, wie wenig die Beratungsarbeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen werde. Hier möchte sie mehr Präsenz herstellen.

Ein wichtiger Aspekt ihrer Tätigkeit in der Fachstelle, die zum Zentrum für Seelsorge und Beratung (ZfSB) gehört, wird der Blick auf das Verhältnis zwischen den beiden Arbeitsfeldern sein: „Ich möchte die Nähe der Psychologischen Beratung zur Seelsorge beleben und ihr Ausdruck geben“, sagt Koch-Brinkmann. So freut sie sich darauf, mit den Fachreferent*innen im ZfSB in den Austausch zu kommen und neue Formate zu entwickeln, vielleicht auch für den Evangelischen Kirchentag im Jahr 2025 in Hannover.

„Ich bin sehr froh darüber, dass die Vakanz in unserer Fachstelle für Psychologische Beratung bald beendet ist und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Christine Koch-Brinkmann“, sagt Angela Grimm, Direktorin des ZfSB. „Ihre umfangreiche berufliche Erfahrung und ihr neugieriger Blick auf das Verhältnis von Seelsorge und Beratung werden uns sicher neue Impulse geben – darauf bin ich sehr gespannt.“