Foto: Andrea Hesse

Live-Andacht am Ewigkeitssonntag

Namentliches Gedenken an Verstorbene im digitalen Trauerbuch

Eine besondere Form des digitalen Gedenkens bietet das Portal trauernetz.de am Ewigkeitssonntag, 23. November, um 18 Uhr an: In einer digitalen Andacht können Menschen online ihrer verstorbenen Angehörigen und Freund*innen gedenken. Dieser digitale Gedenkgottesdienst findet erstmals nicht nur als Chat, sondern auch als Livestream statt.

Ab sofort und noch bis zum 21. November,12 Uhr, ist es möglich, die Namen Verstorbener in ein digitales Trauerbuch auf trauernetz.de einzutragen. Diese Namen werden während der Online-Andacht am Ewigkeitssonntag im Livestream und im Chat vorgetragen und im gemeinsamen Gebet vor Gott gebracht.

Gebet und Erinnerung verbinden

Bereits seit 2009 gibt es Chat-Andachten am Ewigkeitssonntag auf trauernetz.de. Nun wird der getippte, textbasierte Chat um einen Livestream erweitert. „Das digitale Gedenken ist eine gute Möglichkeit, sich online im Gebet und in der Erinnerung zu verbinden. Wir wollen mit dem Livestream nun auch denjenigen eine Form des digitalen Erinnerns ermöglichen, denen ein Live-Video näherliegt als das Tippen im Chat“, sagt Pfarrer Ralf Peter Reimann.

„Trauer ist zutiefst persönlich. Einige besuchen die Chat-Andacht seit mehreren Jahren, andere kommen neu dazu“, ergänzt Pfarrerin Maike Roeber. „Mit der Chat-Andacht bieten wir einen geschützten Raum, um namentlich an Verstorbene zu denken und so der eigenen Trauer Ausdruck zu geben.“

In diesem Jahr wird die Andacht erstmals gemeinsam mit dem evangelischen Trauerportal gedenkenswert.de gestaltet. Dessen Moderator, Pfarrer Rainer Liepold, nimmt auch als Liturg an der Andacht teil, „Das Internet ist heute für viele Trauernde zu einem sozialen Netz geworden. Hier erleben sie Anteilnahme und Austausch. Ich freue mich sehr auf die Menschen, die am 23. November online dabei sein werden“, sagt er.

Gebete und Gedanken im Chat

Der Chat findet, wie schon in den vergangenen Jahren, auf dem Portal chatseelsorge.de statt. Um 18 Uhr beginnt der Livestream, gleichzeitig startet der Chat. Nach der Eingangsliturgie folgt das namentliche Gedenken an die Verstorbenen im Chat und im Livestream. Im Chat können Teilnehmende auch kurze Gebete oder Gedanken ausdrücken, wenn der Name einer Person erwähnt wird, an die sie besonders denken möchten. Die Andacht endet mit einem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen.

Der Zugang zum Chat und zum Livestream erfolgt über trauernetz.de. Es ist möglich, nur im Chat oder nur über den Livestream an der Andacht teilzunehmen.

Das evangelische Trauer- und Erinnerungsportal gedenkenswert.de bietet die Möglichkeit, Gedenkseiten für Verstorbene anzulegen. So erhalten Angehörige und Freund*innen online einen Ort, an dem sie die Erinnerung an Verstorbene pflegen und ihrer persönlichen Trauer Ausdruck geben können.

Das Projekt trauernetz.de wird getragen von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und fünf evangelischen Landeskirchen, unter ihnen auch die hannoversche Landeskirche.