Foto: Andrea Hesse

„Füllt den Raum aus“

HIV- und AIDS-Seelsorger Kawalla beim Christopher Street Day

Axel Kawalla (Mitte) und sein Team kamen rund ums Kirchenmobil mit vielen Menschen ins Gespräch. Foto: Andrea Hesse

Die Nachbarschaft war laut, bunt und wunderschön schrill, dennoch fand Axel Kawalla Menschen, die ihm in Ruhe zuhörten: Mit dem Kirchenmobil und einem kleinen Team war der Beauftragte für HIV- und AIDS-Seelsorge beim Christopher Street Day (CSD) auf dem Opernplatz in Hannover präsent. In der leuchtend blauen rollenden Kirche, einem umgebauten Bauwagen, bot Kawalla einen Segen für jede Liebe an und kam mit vielen Menschen ins Gespräch.   

50 Jahre ist es her, dass sich in der Christopher Street in New York nach Polizei-Razzien queere Gruppen erhoben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Damals schon ging es um Menschenrechte für alle; so auch beim Christopher Street Day auf dem hannoverschen Opernplatz. Direkt neben dem Kirchenmobil warb der Sado-Maso-Club Hannover um eine vorurteilsfreie Begegnung mit seinen Anliegen – und kam gerne mit dem Kirchenteam von nebenan ins Gespräch. Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer fand Axel Kawalla auch für seine Predigt im Gottesdienst auf der CSD-Bühne: Rund 50 Menschen versammelten sich davor auf Bierbänken und folgten der Predigt unter der Überschrift „Füllt den Raum aus – es kommt sonst noch schlimmer“ sowie der Musik von Popkantor Til von Dombois.

Im Gespräch in der rollenden Kirche (von links): Carsten Brehm, Ralf Schönbeck, Julia Schönbeck, Axel Kawalla und Caroline Jäsche. Foto: Andrea Hesse