Foto: Andrea Hesse

Große Fachexpertise und Gespür für Themen

Hans-Günter Schoppa verlässt die Hauptstelle für Lebensberatung

Angela Grimm, Rainer Bugdahn (2. von rechts) und Superintendent Holger Grünjes (rechts) verabschiedeten Hans-Günter Schoppa aus der Hauptstelle für Lebensberatung. Foto: Andrea Hesse

„Ihre große Fachexpertise und Ihr Gespür für Themen zeichnen Sie aus“: Mit großem Dank für seine mehr als zwölfjährige Tätigkeit als Fortbildungsreferent verabschiedete Angela Grimm, Direktorin des Zentrums für Seelsorge, jetzt Hans-Günter Schoppa aus der Hauptstelle für Lebensberatung der hannoverschen Landeskirche. „Sie haben gesellschaftliche Entwicklungen beobachtet und daraus Angebote für die Lebensberatung entwickelt.“

Seit 2007 war Diplom-Psychologe Hans-Günter Schoppa für das Fortbildungsangebot der Hauptstelle für Lebensberatung in Hannover verantwortlich; alljährlich entwickelte er in dieser Funktion ein umfangreiches Angebot vor allem für Mitarbeitende in evangelischen Lebensberatungsstellen, aber auch für Seelsorger*innen und weitere Berufsgruppen. Etwa 8.000 Teilnehmende seien mit den von Schoppa konzipierten Angeboten erreicht worden, erklärte Rainer Bugdahn, Leiter der Hauptstelle, in seinen Abschiedsworten in der hannoverschen Kreuzkirche. „Es fällt uns sehr schwer, ihn ziehen zu lassen – als geschätzten Kollegen und hervorragenden Fortbildner.“

Bugdahn ließ die beruflichen Stationen Hans-Günter Schoppas Revue passieren: Nach seinem Studium trat er seine erste Stelle in der Drogenberatung in München an, wechselte dann in eine Beratungsstelle in Ulm und baute schließlich ab 1994 die evangelische Lebensberatungsstelle in Langenhagen auf. 2007 begann Schoppa parallel zur Leitung der Langenhagener Beratungsstelle die Tätigkeit als Fortbildungsreferent in Hannover. Innerhalb dieser Aufgabe habe er erfolgreich Fortbildungen auf vier verschiedenen Ebenen konzipiert, so Rainer Bugdahn: zur methodischen Weiterentwicklung, zur beruflichen Motivation, zu einem bedarfsgerechten Funktionieren der evangelischen Beratungsstellen und zur Vernetzung der Lebensberatung mit Seelsorge, Diakonie und anderen Diensten. Immer habe Schoppa dabei auch konzeptionelle Fragen der Beratung mitbedacht. Pastor Reinhard Vetter, Vorgänger Schoppas in der Hauptstelle für Lebensberatung, würdigte dessen Hinwendung zur Kirche, die für einen Psychologen keine Selbstverständlichkeit sei.

Hans-Günter Schoppa selbst würdigte in seinen Abschiedsworten die Chancen, die die Landeskirche Hannovers der Lebensberatung mit ihrem Fortbildungsprogramm eröffne: „Das ist bundesweit einmalig.“ Insbesondere im Zentrum für Seelsorge sei viel für den Erhalt und den Ausbau der Lebensberatung getan worden. „Die Hauptstelle für Lebensberatung ist eine Schnittstelle von Beratung, Kirche und Welt“, stellte Schoppa fest und dankte vielen Menschen für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden zwölfeinhalb Jahren.