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Foto: Andrea Hesse

„Lotsin für Supervision und Coaching“

Nachricht 08. Januar 2019

Einführung von Christine Tergau-Harms

Einführung in der Kapelle des Annastiftes (von links): Pastorin Petra Eickhoff-Brummer, Oberkirchenrat Dr. Friedrich Ley, Pastorin Christine Tergau-Harms, Direktorin Angela Grimm und Pastor Reinhard Vetter. Foto: Andrea Hesse

„Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge – Gott hat sie beide gemacht“ (Spr. 20,12) – unter diesem Wort aus dem Buch der Sprüche stand die Andacht zur Einführung von Christine Tergau-Harms als landeskirchliche Beauftragte für die Koordination der Supervision mit dem Schwerpunkt Coaching. Bereits seit einigen Monaten ist Tergau-Harms in dieser Funktion im Zentrum für Seelsorge (ZfS) tätig; mit der Andacht und einem anschließenden Empfang in der Kapelle des DIAKOVERE Annastiftes wurde dies nun auch ganz offiziell gefeiert.

Mit ihrer Aufgabe im Zentrum für Seelsorge kehre Christine Tergau-Harms ein Stück weit zu ihren Ursprüngen zurück, berichtete Angela Grimm, Direktorin des ZfS: An ein Aufbaustudium im US-amerikanischen Indianapolis schloss Tergau-Harms eine Fortbildung in der Gestalttherapie an und absolvierte die Ausbildung zur Supervisorin am Evangelischen Zentralinstitut für Familienberatung (EZI) in Berlin. Weitere berufliche Stationen waren das Landesjugendpfarramt und das Michaeliskloster, Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik, wo Christine Tergau-Harms heute noch mit halber Stelle tätig ist.

In ihrer Predigt in der Kapelle des Annastifts verglich Tergau-Harms ihre Aufgaben mit denen der biblischen Gestalt Barnabas: Er sei der Coach des Paulus gewesen, habe Paulus ermutigt und von ihm angestoßene Veränderungen begleitet, lösungsorientiert gehandelt und das geistliche Leben dabei nicht aus dem Blick verloren. Wichtig und hilfreich sei ein solches Handeln vor allem in besonderen Zeiten – etwa dann, wenn das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht trage.

Oberkirchenrat Dr. Friedrich Ley, Vorsitzender des ZfS-Kuratoriums, fand für die Aufgaben Tergau-Harms‘ innerhalb der Landeskirche ein weiteres Bild: das einer Lotsin, die Orientierung im weiten Feld von Supervision und Coaching gebe. „Einer Lotsin vertrauen sich Menschen an, die selbst in hohem Maße qualifiziert sind“, so Ley.