Aus-, Fort- und Weiterbildung Psychologische Beratung Supervision und Coaching Fachberatung

Viel Wertschätzung und großer Dank

Erinnerung an gemeinsame Zeiten (von links): Martin Bergau, Holger Grünjes und Matthias Brodowy. Foto: Andrea Hesse

Landesbischof verabschiedete ZfS-Direktor Martin Bergau

„Martin Bergau ist ein Pastor, der Aufgaben sucht und leidenschaftlich gestaltet. Dabei haben wir ihn immer als geduldigen und behutsamen, klaren und zielorientierten Kollegen erlebt.“ Worte voller Wertschätzung waren es, die Landesbischof Ralf Meister zur Verabschiedung von Martin Bergau, Direktor des Zentrums für Seelsorge (ZfS), fand. Vier Jahre nach der offiziellen Eröffnung der landeskirchlichen Einrichtung im Juni 2014 verabschiedete der Landesbischof Martin Bergau jetzt in einem Gottesdienst in der Kapelle des Annastiftes in den Ruhestand.

In einer kurzen Rückschau nahm der Landesbischof einzelne Stationen des beruflichen Werdegangs des ZfS-Direktors in den Blick: die Zeit als Stadtjugendpfarrer in Hannover, die Realisierung des Projektes Jugendkirche, den ökumenischen Stadtkirchentag in Langenhagen und schließlich die Gründung des Zentrums für Seelsorge.

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„Wie eine schöne Streuobstwiese“

In Form eines Playback-Theaters spitzte eine Gruppe aus der Schule für Tanz und Theater in Hannover gekonnt Beratungssituationen zu. Foto: Andrea Hesse

Fachtag des ZfS zur Supervision im kirchlichen Feld

Als ersten Vorläufer der Leitungsberatung und damit auch der Supervision und des Coachings machte Prof. Annegret Böhmer unter Verweis auf den Sprach- und Literaturwissenschaftler Haiko Wandhoff das Hofnarrentum aus: Bis ins Mittelalter lasse sich damit die Spur der institutionalisierten Beratung von Leitungskräften zurückverfolgen, stellte sie fest.

Mit dieser überraschenden und heiteren Einsicht eröffnete die Professorin für Psychologie an der Evangelischen Hochschule in Berlin ihren Impulsvortrag zum Fachtag „Supervision im kirchlichen Kontext“ des Zentrums für Seelsorge in Hannover. Rund 60 Teilnehmende aus den verschiedenen Beratungsfeldern und Fachgesellschaften nahmen teil, kamen miteinander in den Austausch und erfüllten damit die Hoffnung von Petra Eickhoff-Brummer.

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Seelsorger brauchen ein stabiles Netzwerk

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Pastor Joachim Wittchen

Seit der Katastrophe von Eschede hat sich die Notfallseelsorge verändert

In diesen Tagen jährt sich die Katastrophe von Eschede zum 20. Mal. Das durch den Bruch eines Radreifens ausgelöste Zugunglück in dem niedersächsischen Ort kostete am 3. Juni 1998 mehr als 100 Menschen das Leben, viele weitere wurden schwer verletzt. „Eschede“ hat sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt – und es war ein Ereignis, das auch die Notfallseelsorge veränderte.

Joachim Wittchen, landeskirchlicher Beauftragter für Notfallseelsorge, vermutet, dass bei einer vergleichbaren Katastrophe heute manches anders laufen würde: „Es gäbe mehr Kräfte am Unfallort, weil alle Organisationen, die mit Notfallseelsorge und Krisenintervention zu tun haben, heute anders aufgestellt sind als vor 20 Jahren“, sagt er. Gleichzeitig betont Wittchen, dass der Einsatz der Seelsorgerinnen und Seelsorger in Eschede hochprofessionell war.

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Sprachbilder führen zur Liturgie

Neukirch Wochensprüche
Christiane Neukirch im Aufnahmestudio im Haus kirchlicher Dienste. Foto: Andrea Hesse

Christiane Neukirch nimmt Gebärdenfilme mit den Wochensprüchen auf

Ein Gespräch zwischen Christiane Neukirch, landeskirchliche Beauftragte für gebärdensprachliche Seelsorge, und Kay Oppermann, Leiter der Digitalen Agentur in der landeskirchlichen Medienarbeit, gab den Anstoß: Wie, so überlegten beide, ließen sich die Inhalte des liturgischen Kalenders noch anders – und vielleicht berührender – zu den Menschen transportieren? Seit 2012 bietet das „Kalenderblatt“ auf der landeskirchlichen Website an jedem Tag der Woche neben der Tageslosung und dem Wochenspruch auch Informationen zum jeweiligen Sonntag, eine Wochenandacht, Lieder und eine Erklärung zur aktuellen liturgischen Farbe.

Wie, so überlegten Neukirch und Oppermann, könnten die medialen Möglichkeiten genutzt werden, um auch gehörlose Menschen – aber nicht nur sie – zu erreichen?

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