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Ein Seelsorger aus Leidenschaft geht

Martin Bergau, hier während seiner Ansprache zur Eröffnung des Zentrums für Seelsorge im Juni 2014. Foto: Cordula Paul

Direktor Martin Bergau wird am 22. Juni verabschiedet

Martin Bergau verlässt das Zentrum für Seelsorge: Fast genau vier Jahre nach der offiziellen Eröffnung im Juni 2014 verabschiedet sich der Gründungsdirektor der landeskirchlichen Einrichtung in den Ruhestand. In einem Gottesdienst am 22. Juni um 15.30 Uhr in der Kapelle des DIAKOVERE Annastiftes wird Oberlandeskirchenrätin Dr. Nicola Wendebourg Martin Bergau entpflichten.

„Ich werde gut Obacht geben auf dieses Schatzkästchen unserer Landeskirche, das mit dem Zentrum für Seelsorge geschaffen wurde“, hatte Landesbischof Ralf Meister zur Eröffnung der Einrichtung am 19. Juni 2014 betont. „Hier wird mit Seelsorge und Beratung ein zentraler Auftrag unserer Kirche verwahrt.“ Entscheidenden Anteil daran, wie dieser zentrale Auftrag in den zurückliegenden vier Jahren verstanden, gestaltet und ausgeführt wurde, hatte Martin Bergau – Seelsorger aus Leidenschaft und als früherer Superintendent des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen mit viel Leitungserfahrung ausgestattet.

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Seelsorger brauchen ein stabiles Netzwerk

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Pastor Joachim Wittchen

Seit der Katastrophe von Eschede hat sich die Notfallseelsorge verändert

In diesen Tagen jährt sich die Katastrophe von Eschede zum 20. Mal. Das durch den Bruch eines Radreifens ausgelöste Zugunglück in dem niedersächsischen Ort kostete am 3. Juni 1998 mehr als 100 Menschen das Leben, viele weitere wurden schwer verletzt. „Eschede“ hat sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt – und es war ein Ereignis, das auch die Notfallseelsorge veränderte.

Joachim Wittchen, landeskirchlicher Beauftragter für Notfallseelsorge, vermutet, dass bei einer vergleichbaren Katastrophe heute manches anders laufen würde: „Es gäbe mehr Kräfte am Unfallort, weil alle Organisationen, die mit Notfallseelsorge und Krisenintervention zu tun haben, heute anders aufgestellt sind als vor 20 Jahren“, sagt er. Gleichzeitig betont Wittchen, dass der Einsatz der Seelsorgerinnen und Seelsorger in Eschede hochprofessionell war.

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Wir Alten wollen mittendrin sein

Radiogottesdienst Chor
Pastorin Anita Christians-Albrecht und Henning Scherf mit dem Chor be:sound. Foto: Andrea Hesse

Radiogottesdienst aus dem Stephansstift thematisiert das Alter

„Bitte bleiben Sie sitzen – auch bei der Lesung“: Die Bitte, die Radiopastor Oliver Vorwald an die Gottesdienstgemeinde in der Kirche des Stephansstiftes in Hannover richtete, war für regelmäßige Gottesdienstbesucherinnen und -besucher etwas ungewöhnlich. Vorwald, Leiter der Hannover-Redaktion der Evangelischen Kirche im NDR, schob die Erklärung jedoch gleich hinterher: „Wenn Sie aufstehen, raschelt das nur und das interessiert unsere Hörerinnen und Hörer nicht.“

Gemeinsam mit einem Team von Technikern zeichnete Oliver Vorwald den Gottesdienst unter dem Titel „Eure Alten sollen Träume haben“ (Joel 3,1b) für das Radio auf; ausgestrahlt wurde er deutschlandweit von verschiedenen Sendern. In mehreren Predigtspots thematisierten Anita Christians-Albrecht und Dr. Henning Scherf das Thema Alter.

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Sprachbilder führen zur Liturgie

Neukirch Wochensprüche
Christiane Neukirch im Aufnahmestudio im Haus kirchlicher Dienste. Foto: Andrea Hesse

Christiane Neukirch nimmt Gebärdenfilme mit den Wochensprüchen auf

Ein Gespräch zwischen Christiane Neukirch, landeskirchliche Beauftragte für gebärdensprachliche Seelsorge, und Kay Oppermann, Leiter der Digitalen Agentur in der landeskirchlichen Medienarbeit, gab den Anstoß: Wie, so überlegten beide, ließen sich die Inhalte des liturgischen Kalenders noch anders – und vielleicht berührender – zu den Menschen transportieren? Seit 2012 bietet das „Kalenderblatt“ auf der landeskirchlichen Website an jedem Tag der Woche neben der Tageslosung und dem Wochenspruch auch Informationen zum jeweiligen Sonntag, eine Wochenandacht, Lieder und eine Erklärung zur aktuellen liturgischen Farbe.

Wie, so überlegten Neukirch und Oppermann, könnten die medialen Möglichkeiten genutzt werden, um auch gehörlose Menschen – aber nicht nur sie – zu erreichen?

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