Themen

Dr. Ralph Charbonnier.      Foto: A. Demandt

Seelsorge in Gemeinden profitiert


Die Seele im technischen Zeitalter: oft übersehen oder gar ausgeblendet, weil alles Sichtbare sich in den Vordergrund drängt. Oft rückt „die Seele“ erst dann wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit, wenn sie erkrankt. Als „Psyche“ ist sie dann Gegenstand der Psychotherapie oder Psychiatrie. Seelsorge versucht, die Seele (hebräisch näfäsch: das Leben) zur Sprache zu bringen, auch bevor sie ein „Fall“ für eine Therapie wird. Immer ist Gott dabei. Manchmal ergibt sich auch ein Gespräch mit ihm. Beratung und Supervision können als besondere Formen der Seelsorge mit eigenen Methoden in besonderen Kontexten bezeichnet werden.

Das Zentrum für Seelsorge (ZfS) ist einer solchen christlichen, protestantischen Seelsorge verpflichtet. Die tägliche Arbeit wird von den Mitarbeitenden des ZfS geleistet, geleitet von Martin Bergau als Direktor. Das Kuratorium des Zentrums wiederum berät und entscheidet – zusammen mit dem Direktor – über die Grundsätze der Arbeit des ZfS, zu denen die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung, die Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Gremien der Landeskirche Hannovers und die Beteiligung am öffentlichen Diskurs über Seele und Psyche, Seelsorge und Psychotherapie gehören. Darüber hinaus verantwortet das Kuratorium die inhaltlichen, personellen und finanziellen Regelungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote des ZfS.

Um diese Aufgaben kompetent erfüllen zu können, ist das Kuratorium mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher kirchlicher Arbeitsfelder (Diakonisches Werk in Niedersachsen, Landeskirchenamt, Sprengel, Kirchenkreis, Kirchengemeinde), der theologischen Wissenschaft (demnächst) und aus dem Bereich Psychotherapie/Supervision besetzt.

Als Kuratoriumsmitglied und stellvertretender Vorsitzender möchte ich zum einen dazu beitragen, dass Erfahrungen aus der spezialisierten Seelsorge (Krankenhausseelsorge, Gefängnisseelsorge, Notfallseelsorge und andere mehr) in verstärktem Maße der Gemeindeseelsorge zu Gute kommen. Zum anderen trete ich im Kuratorium dafür ein, Dialoge zwischen Seelsorge und theologischer Wissenschaft sowie zwischen Seelsorge und Psychotherapie zu fördern. In der Verbindung von Theologie und säkularer Wissenschaft sowie in der Verknüpfung von psychotherapeutischen und seelsorglichen Praxiserfahrungen sehe ich ein großes Potential für die Seelsorge unserer Kirche und ein Angebot spiritueller Kompetenz an die säkulare Psychotherapie.

OKR Dr. Ralph Charbonnier
Stellvertretender Vorsitzender

 

Mitglieder des Kuratoriums (vorne von links): Helmut Aßmann, Dr. Andrea Burgk-Lempart, Suanne Kruse-Joost, (hinten von links) Martin Bergau, Michael Wöller, Dr. Birgit Klostermeier, Dr. Uwe Brinkmann und Cornelius Hahn. Michael Wöller ist zwischenzeitlich als Mitglied des Kuratoriums ausgeschieden. Foto: Andrea Hesse


Die Mitglieder des Kuratoriums

 

  • Vorsitzende OKRn Susanne Kruse-Joost, Landeskirchenamt
  • Stellv. Vorsitzender OKR Dr. Ralph Charbonnier
  • OKR Dr. Jens Lehmann, Landeskirchenamt
  • Pastor Dr. Uwe Brinkmann, Landessynode
  • Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy, Bischofsrat
  • Vorstand OKR Cornelius Hahn, Diakonisches Werk in Niedersachsen
  • Pastorin Dr. Andrea Burgk-Lempart
  • Prof. Dr. Christine Morgenroth
  • OKR Helmut Aßmann
  • Direktor Martin Bergau, Zentrum für Seelsorge, beratend
  • N.N.

Stellvertretende Mitglieder:

  • Hartmut Ladwig, Landessynode
  • Pastor Sven Quittkat, Diakonisches Werk in Niedersachsen