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Seelsorge verlangt viel Respekt

Mit großer Motivation dabei: der Ausbildungskurs mit Kursleiterin Christiane Plöhn (2. von links).

Ehrenamtliche lassen sich mit großer Motivation ausbilden

„Ganz im Süden unserer Landeskirche hat der zweite Seelsorgekurs für Ehrenamtliche Fahrt aufgenommen“, erzählt Christiane Plöhn begeistert. „Zwölf Frauen und Männer aus den Kirchenkreisen Harzer Land, Leine/Solling und Göttingen sind mit großer Motivation dabei, sich ausbilden zu lassen.“

Christiane Plöhn, Beauftragte für die Ausbildung Ehrenamtlicher am Zentrum für Seelsorge, und Matthias Spiegel-Albrecht, Krankenhauseelsorger im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende, leiten den Kurs gemeinsam. Inhalte des Curriculums, das 150 Stunden inklusive Praktikum umfasst, sind insbesondere die Arbeit an der eigenen Person und das Verhältnis zur Gruppe sowie das Entdecken eigener Spiritualität in der Beziehung zum Gegenüber.

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Bernd – Bilder eines angekündigten Todes

Those where the days my friend: Dietrich Duppel und Bernd auf Birkholm. Foto: privat

19. November: Film und Werkstattgespräch mit Dietrich Duppel

„Wir waren mal die Größten. Jungs, die um die halbe Welt segelten, die Leichtigkeit des Seins als Lebensprinzip. Und dann kommt völlig aus dem Nichts ein Anruf: Ich habe einen Hirntumor. Und Bernd, der Sturschädel, glaubt auch noch, er könne dieses Glioblastom besiegen. Und ich solle ihn mit der Kamera begleiten. Kann man als Dokumentarfilmer einen Film drehen, dessen dramaturgischer Höhepunkt der Tod des besten Freundes sein wird?“

15 Monate lang begleitet der Dokumentarfilmer Dietrich Duppel den Freund. Sie reden über das Leben, über ihre Frauen, über ihre Träume. Sie machen noch einmal eine Segeltour, sind immer wieder gemeinsam unterwegs.

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Berufliche Wegbegleitung für Mitarbeitende in den Gemeinden

Zentrum für Seelsorge legt neues Programm vor

„Im Verhältnis zwischen der Gemeindeseelsorge und den spezialisierten Seelsorgefeldern in unserem Haus sehe ich ein wechselseitiges Aufeinanderangewiesensein“, sagt Angela Grimm, Direktorin des Zentrums für Seelsorge. „Die Gemeindeseelsorge braucht die Kenntnisse der Spezialisten und die Spezialseelsorge muss am Puls der Gemeinde bleiben. Wichtigste Aufgabe des Zentrums für Seelsorge ist die berufliche Wegbegleitung derjenigen, die in den Gemeinden tätig sind, sei es haupt- oder ehrenamtlich.“

Diese Positionsbestimmung im Verhältnis zwischen Gemeinde- und Spezialseelsorge hat Angela Grimm auch dem neuen Fortbildungsprogramm des ZfS vorangestellt, das in diesen Tagen an Superintendenturen und Einrichtungen in der hannoverschen Landeskirche, an Hospiz- und Besuchsdienste, Bildungsträger, Beratungsstellen und Einzelpersonen verschickt wird. Auf mehr als 200 Seiten führt das Programm 2019 eine Vielzahl an Aus-, Fort- und Weiterbildungen für Seelsorge, Beratung, Supervision und Coaching auf; viele dieser Veranstaltungen werden in Kooperation unterschiedlicher Arbeitsfelder oder mit verschiedenen Partnern angeboten.

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Seelsorge hinter Gittern

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Pastor Friedrich Schwenger

Pastor Friedrich Schwenger arbeitet in der Forensischen Psychiatrie

„Pastor, hast du Tabak für mich?“ Es ist eine Frage, die Friedrich Schwenger oft zu hören bekommt. Auch nach Kaffee werde er gefragt, sagt der Seelsorger im Maßregelvollzugszentrum in Moringen. Die Frage ist durchaus ernst gemeint – zugleich dient sie häufig als Einstieg in Gespräche, in denen die Häftlinge und Bediensteten der Anstalt dem Pastor ihr Herz öffnen.

Für viele Häftlinge bietet das Gespräch mit den Gefängnisseelsorgern ein Ventil, um über Probleme und Gefühle zu sprechen, die sie sonst niemandem anvertrauen mögen, erklärt Schwenger. Etwa über Entscheidungen der Verwaltung, die der Gefangene nicht nachvollziehen kann. Oder über Probleme mit den Angehörigen, über die eigene Ohnmacht. Wut, Frust, Trauer, Einsamkeit treten an die Oberfläche.

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