Seelsorge | Beratung | Supervision Coaching | Ausbildung | Fortbildung

"Das Herz wird nicht dement"

Erlebnisse in einer Gemeinschaft, in der nichts erklärt werden muss: zwei Teilnehmerinnen der Freizeit auf Baltrum.

Demenz-Freizeit stärkt und ermutigt die Teilnehmenden

„Reif für die Insel?!“ – unter diesem Motto hat die Beauftragte für Altenseelsorge in der Hannoverschen Landeskirche, Pastorin Anita Christians-Albrecht, gemeinsam mit Altenseelsorgerin Gunhild Lauter-Aehnelt eine Idee entwickelt, die jetzt zum ersten Mal in die Tat umgesetzt wurde: eine Freizeit für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen auf der Nordseeinsel Baltrum. „Zur Freizeit eingeladen waren Paare, von denen eine oder einer dementiell verändert ist“, erklärt Christians-Albrecht – neben Ehepaaren auch Mütter und Töchter, Enkelinnen und Großväter oder Patentanten und Patenkinder.

„Die Atmosphäre in der Gruppe hat mir sehr gefallen“, erklärt eine Teilnehmerin, die mit ihrem demenzerkrankten Ehemann dabei war. Man habe nichts erklären müssen: „Ob krank oder gesund – jeder wurde so akzeptiert, wie er ist, und mit seinen Möglichkeiten wahrgenommen.“

Mehr lesen

Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg

Freude über den erfolgreichen Abschluss des Basiskurses Seelsorge (von links): Barbara Thomsen, Klaus-Peter Meiners, Heike Pflugmacher und Ulrike Otto waren mit Engagement dabei. Foto: Christiane Plöhn

Ehrenamtliche lassen sich für die Seelsorge ausbilden

„Es geht nicht um das, was ich denke. Es geht darum, darauf zu achten, was das Anliegen meines Gegenübers im Gespräch ist“, bilanziert ein Teilnehmer eine Fallbesprechung. „Erstaunlich ist auch, wieviel ich über mich selbst gelernt habe, ohne dass ich mich vorgeführt fühlen musste.“

Zwölf Frauen und Männer aus dem Süden Niedersachsens haben gerade ihre Ausbildung zur ehrenamtlichen Seelsorgerin oder zum ehrenamtlichen Seelsorger abgeschlossen. An drei Wochenenden und fünf Samstagen, verteilt auf neun Monate, absolvierten sie eine gleichermaßen anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Ausbildung mit 90 Theoriestunden, einem Praktikum, Kleingruppenarbeit und Einzelsupervisionen.

„Zu Beginn erschien mir das alles wie ein hoher Berg, aber heute merke ich, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist."

Mehr lesen

„Füllt den Raum aus - es kommt sonst noch schlimmer“

Im Gespräch in der rollenden Kirche (von links): Carsten Brehm, Ralf Schönbeck, Julia Schönbeck, Axel Kawalla und Caroline Jäsche. Foto: Andrea Hesse

HIV- und AIDS-Seelsorger Kawalla beim Christopher Street Day

Die Nachbarschaft war laut, bunt und wunderschön schrill, dennoch fand Axel Kawalla Menschen, die ihm in Ruhe zuhörten: Mit dem Kirchenmobil und einem kleinen Team war der Beauftragte für HIV- und AIDS-Seelsorge beim Christopher Street Day (CSD) auf dem Opernplatz in Hannover präsent. In der leuchtend blauen rollenden Kirche, einem umgebauten Bauwagen, bot Kawalla einen Segen für jede Liebe an und kam mit vielen Menschen ins Gespräch.   

50 Jahre ist es her, dass sich in der Christopher Street in New York nach Polizei-Razzien queere Gruppen erhoben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Damals schon ging es um Menschenrechte für alle; so auch beim Christopher Street Day auf dem hannoverschen Opernplatz.

Mehr lesen

Experten für Spiritualität im Gesundheitswesen

Die Vielfalt von Spiritualität spiegelte sich auch in den unübersichtlichen Tafelbildern wider. Foto: Maria Schulze

Seminartag für Seelsorger*innen aus Hannover und Braunschweig

„Wie kann man Spiritualität eigentlich lehren und lernen?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich jetzt rund 40 Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger im Theologischen Zentrum Braunschweig im Rahmen eines Seminartages. Professor Dr. Traugott Roser, Professor für Praktische Theologie in Münster und Referent des Tages, bestärkte die Teilnehmenden darin, sich als Expertinnen und Experten für Spiritualität in den Krankenhäusern zu profilieren. Dazu gehöre auch eine reflektierte und professionelle Lehrtätigkeit, etwa in der Ausbildung von Pflegekräften und Ärzt*innen.

Nachdem sich die teilnehmenden Seelsorger*innen über ihre eigenen Module der Lehre und des Lernens ausgetauscht hatten, wurde die gesamte inhaltliche und methodische Vielfalt in der Didaktik von Spiritualität deutlich.

Mehr lesen

Drinnen oder draußen – eine Frage der Perspektive

Wie erkenne ich mein Gegenüber, wenn ich weder sehen noch hören kann? Foto: Andrea Hesse

Fachtag des ZfS beschäftigt sich mit einer inklusiven Seelsorge

„Vieles machen wir in Kirche, Gemeinden und Diakonie gut, aber wir haben sehr viele blinde Flecken.“ Professorin Dr. Hanna Löhmannsröben stellt der Kirche als Institution in der Frage einer inklusiven Seelsorge kein ganz schlechtes Zeugnis aus, weist aber dennoch deutlich darauf hin, dass es an vielen Stellen fehlt. Mit ihrem Vortrag „… und raus bist du! Impulse für eine inklusive Seelsorge“ eröffnet sie den gleichnamigen Fachtag im Zentrum für Seelsorge und bringt verschiedene Perspektiven in die Diskussion ein.  

Löhmannsröben ist Dozentin am Fachbereich Inklusionspädagogik der Universität Potsdam, und sie ist auch Theologin und Religionspädagogin, absolvierte einen Promotions-
studiengang im Fach Sonderpädagogik und hatte einen Lehrstuhl für Heilpädagogik in Berlin inne.

Mehr lesen