Seelsorge | Beratung | Supervision Coaching | Ausbildung | Fortbildung

Große Vielfalt in neuer Struktur

Das Jahresprogramm 2020 ist erschienen

Das Zentrum für Seelsorge und Beratung bietet für das Jahr 2020 eine Vielfalt von Weiterbildungen für Seelsorge, Beratung, Supervision und Coaching. Um dies gut abzubilden, wurde für das jetzt erschienene Jahresprogramm eine neue Programmstruktur gewählt: Auf den ersten Seiten sind  die Langzeit-Fort- und -Weiterbildungen in den grundständigen Seelsorgelinien KSA, PPD, PzS und Systemik zu finden. Neu ins Programm aufgenommen wurden „Cross-Over-Kurse“, die Brücken zwischen den Arbeitsfeldern bauen – „KSA meets Systemik“ ist dafür ein Beispiel.

In einem zweiten Teil des Programmheftes finden Interessierte Veranstaltungen, die Themen aus den verschiedenen Arbeitsfeldern in Seelsorge und Beratung bearbeiten. Von Altenseelsorge bis Themenzentrierte Interaktion reicht die Bandbreite dieser Angebote. Neu zusammengestellt und zum Teil auch neu entwickelt wurden die Angebote „On Demand“, die von Kirchenkreisen, Konferenzen, Einrichtungen und Gruppen abgefragt und gebucht werden können – als Formate, die gezielt in die Fläche der Landeskirche hineinwirken.

In einem weiteren Arbeitsfeld geht das Zentrum für Seelsorge im Jahr 2020
einen großen Schritt voran: In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Medienarbeit (EMA) wird ein Gesamtkonzept medialer Seelsorge und Beratung in der hannoverschen Landeskirche entwickelt und umgesetzt. Damit stellen sich Seelsorge und Beratung den Bedürfnissen und Anforderungen von Menschen, die sich in der digitalen Welt bewegen.

Aus-, Fort und Weiterbildung 2020

"Das Herz wird nicht dement"

Erlebnisse in einer Gemeinschaft, in der nichts erklärt werden muss: zwei Teilnehmerinnen der Freizeit auf Baltrum.

Demenz-Freizeit stärkt und ermutigt die Teilnehmenden

„Reif für die Insel?!“ – unter diesem Motto hat die Beauftragte für Altenseelsorge in der Hannoverschen Landeskirche, Pastorin Anita Christians-Albrecht, gemeinsam mit Altenseelsorgerin Gunhild Lauter-Aehnelt eine Idee entwickelt, die jetzt zum ersten Mal in die Tat umgesetzt wurde: eine Freizeit für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen auf der Nordseeinsel Baltrum. „Zur Freizeit eingeladen waren Paare, von denen eine oder einer dementiell verändert ist“, erklärt Christians-Albrecht – neben Ehepaaren auch Mütter und Töchter, Enkelinnen und Großväter oder Patentanten und Patenkinder.

„Die Atmosphäre in der Gruppe hat mir sehr gefallen“, erklärt eine Teilnehmerin, die mit ihrem demenzerkrankten Ehemann dabei war. Man habe nichts erklären müssen: „Ob krank oder gesund – jeder wurde so akzeptiert, wie er ist, und mit seinen Möglichkeiten wahrgenommen.“

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Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg

Freude über den erfolgreichen Abschluss des Basiskurses Seelsorge (von links): Barbara Thomsen, Klaus-Peter Meiners, Heike Pflugmacher und Ulrike Otto waren mit Engagement dabei. Foto: Christiane Plöhn

Ehrenamtliche lassen sich für die Seelsorge ausbilden

„Es geht nicht um das, was ich denke. Es geht darum, darauf zu achten, was das Anliegen meines Gegenübers im Gespräch ist“, bilanziert ein Teilnehmer eine Fallbesprechung. „Erstaunlich ist auch, wieviel ich über mich selbst gelernt habe, ohne dass ich mich vorgeführt fühlen musste.“

Zwölf Frauen und Männer aus dem Süden Niedersachsens haben gerade ihre Ausbildung zur ehrenamtlichen Seelsorgerin oder zum ehrenamtlichen Seelsorger abgeschlossen. An drei Wochenenden und fünf Samstagen, verteilt auf neun Monate, absolvierten sie eine gleichermaßen anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Ausbildung mit 90 Theoriestunden, einem Praktikum, Kleingruppenarbeit und Einzelsupervisionen.

„Zu Beginn erschien mir das alles wie ein hoher Berg, aber heute merke ich, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist."

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Experten für Spiritualität im Gesundheitswesen

Die Vielfalt von Spiritualität spiegelte sich auch in den unübersichtlichen Tafelbildern wider. Foto: Maria Schulze

Seminartag für Seelsorger*innen aus Hannover und Braunschweig

„Wie kann man Spiritualität eigentlich lehren und lernen?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich jetzt rund 40 Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger im Theologischen Zentrum Braunschweig im Rahmen eines Seminartages. Professor Dr. Traugott Roser, Professor für Praktische Theologie in Münster und Referent des Tages, bestärkte die Teilnehmenden darin, sich als Expertinnen und Experten für Spiritualität in den Krankenhäusern zu profilieren. Dazu gehöre auch eine reflektierte und professionelle Lehrtätigkeit, etwa in der Ausbildung von Pflegekräften und Ärzt*innen.

Nachdem sich die teilnehmenden Seelsorger*innen über ihre eigenen Module der Lehre und des Lernens ausgetauscht hatten, wurde die gesamte inhaltliche und methodische Vielfalt in der Didaktik von Spiritualität deutlich.

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