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Notfallseelsorge ist eine verlässliche Ansprechpartnerin

Die überwiegende Zahl der Einsätze findet im häuslichen Bereich statt. Foto: Klaus Resch, Die scharfe Linse

1.649 Einsätze in den Sprengeln der hannoverschen Landeskirche

„Die Notfallseelsorge ist und bleibt ein stark in Anspruch genommenes Arbeitsfeld in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers“, sagt Pastor Joachim Wittchen, landeskirchlicher Beauftragter für Notfallseelsorge. 1.649 Einsätze wurden im Jahr 2018 in den Sprengeln der hannoverschen Landeskirche statistisch erfasst; für das Vorjahr weist die Statistik 1.689 Einsätze aus.

81 Prozent der Notfallseelsorge-Einsätze (1.339) entfielen 2018 auf den innerhäuslichen Bereich; bei den restlichen 19 Prozent (310) handelte es sich um Einsätze im öffentlichen Raum. „Zu den innerhäuslichen Einsätzen werden unter anderem die Alarmierungen nach einer vergeblichen Wiederbelebung gerechnet, außerdem Suizide oder das Überbringen einer Todesnachricht gemeinsam mit der Polizei“, erklärt Joachim Wittchen.

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"Gott ist ein Freund des Lebens"

Pastorin Christiane Neukirch übertrug den Gottesdienst in Gebärdensprache. Foto: Andrea Hesse

Woche für das Leben widmet sich Suizidprävention und Angehörigen

„Es ist eine historische Schuld der Kirche, dass sie viel zu lange die offenen Arme Gottes dementiert hat, dass sie Menschen, die sich das Leben genommen haben, als Selbstmörder moralisch verdammt hat, dass sie ihnen das Begräbnis verweigert hat, dass sie die Schuldgefühle der Angehörigen damit potenziert hat und dass sie das Zeugnis der Auferstehung schuldig geblieben ist.“

Klare Worte fand Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der EKD, jetzt im Eröffnungsgottesdienst für die ökumenische Woche des Lebens in der hannoverschen Marktkirche. Unter der Überschrift „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern“ findet die Woche des Lebens in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt, um, so drückte es Reinhard Kardinal Marx aus, deutlich zu machen, dass Gott ein Freund des Lebens ist.

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Impulse für eine inklusive Seelsorge

Foto: Rainer Maiores, pixabay.com

Fachtag am 24. Mai bietet Anstöße und kreativen Austausch

„... und raus bist du!“ – vielleicht kennen Sie diese Zeile noch aus Ihrer Kindheit? Für viele Menschen beschreibt sie die ganz reale Lebenswirklichkeit: Sie sind anders als die Mehrheit, die die Norm vorgibt, und müssen deshalb häufig unter Bedingungen leben, die ihren Bedürfnissen nicht entsprechen. „... und raus bist du!“ – die Angst vor dieser Erfahrung prägt auch das Leben vieler Menschen, die sich selbst als völlig „normal“ betrachten. Lieber nicht auffallen, Fehler vermeiden, Störendes draußen lassen – dieses Bemühen kann die einengende Konsequenz sein.

Kann Inklusion das Draußen in ein Drinnen verwandeln? Und was kann Seelsorge dazu beitragen? Diesen Fragen widmet sich der diesjährige Fachtag des Zentrums für Seelsorge.

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