„Unsere Seele macht uns zu dem Menschen, der wir sind; und sie macht unsere Kirche zu dem, was sie ist.“ Mit diesen Worten und der Tageslosung „Sei getrost und unverzagt …“ begrüßten jetzt Anja Garbe, Leitung des Seelsorge-Referates der hannoverschen Landeskirche, und Angela Grimm, Direktorin des Zentrums für Seelsorge und Beratung (ZfSB), Seelsorgende aus verschiedenen Regionen der Landeskirche in der Aula der Hochschule Hannover in Kleefeld. Sie alle waren eingeladen zu einem besonderen Tag – und hatten ihrerseits jeweils selbst eine Person aus ihrem beruflichen Umfeld zu „Be my Guest“ mitgebracht.
Der Tag auf dem Hochschulcampus und im ZfSB war Teil des Aktionsjahres 2026 „Seele stärken“ der Landeskirche, das auf einer Idee von Oberlandeskirchenrätin Dr. Nicola Wendebourg aufbaut. Fast 40 Projekte machen in diesem Jahr landeskirchenweit auf die Seelsorge aufmerksam – auf ein naturgemäß verschwiegenes und zugleich hochangesehenes, zentrales kirchliches Arbeitsfeld. So benennt auch der landeskirchliche Zukunftsprozess „Seele stärken“ als eines seiner Kernthemen.
Viel Ballast und ebenso viel Proviant
Inhaltlich im Zentrum des Tages stand der Impulsvortrag „Stolz und dankbar – die lebensbejahende Wirkung der Biographiearbeit“ von Dr. Hubert Klingenberger. Der Pädagoge, Psychologe und Soziologe sowie langjährige Bildungsreferent der Erzdiözese München und Freising packte mit leisem Humor, bayerischem Witz und anschaulichen, teilweise sehr persönlich geprägten Bildern den biographischen Rucksack aus, den jeder Mensch mit sich trägt: Viel Ballast, aber auch ebenso viel Proviant und hilfreiche Pläne kamen da zum Vorschein.