Foto: Andrea Hesse

„Spirituelle Formate zogen viele Menschen an“

Nach 173 Tagen geht die Landesgartenschau zu Ende

Unter dem Motto „Ich glaub dran“ luden die evangelische und die katholische Kirche 173 Tage lang in den Kirchenpavillon der Landesgartenschau ein. Foto: Christian Platz

Genau 173 Tage lang präsentierten sich die evangelische und die katholische Kirche auf der Landesgartenschau in Bad Nenndorf im Kirchenpavillon als offenem und lebendigem Ort der Begegnung. Zum Ende der Großveranstaltung zieht das Projektteam nun eine Bilanz in Form überraschender Zahlen und Fakten.

Sturmfest verankert: Insgesamt 96 Erdnägel waren nötig, um den Kirchenpavillon wetterfest aufzustellen. Schatzsuche in der Buddelbucht: Im Laufe der 173 Tage wurden stolze 11,6 Kilogramm Edelsteine im Sand verbuddelt, wo sie von kleinen und großen Gästen begeistert gesucht wurden.

Herzenssache: Am beliebten Segensbaum wurden 960 Holzherzen und unzählige weitere Herzen aus Tonkarton aufgehängt. Projektleiterin Anja Sievers berichtet rückblickend: „Wir sind mit dem Bestellen der Herzen nicht nachgekommen, weil so viele Meschen ihre Hoffnungen und Bitten hier anbringen wollten!“

Segen zum Mitnehmen: Der Segensautomat war ein absoluter Publikumsliebling. 6.300 Segensbänder wanderten in die Hände der Besucher*innen – eine schöne Erinnerung an die Landesgartenschau und den Pavillon der Kirchen. Tränen der Freude: Neben den 173 Mittagsgebeten und 26 Gottesdiensten auf der großen Hauptbühne gab es auch besondere emotionale Highlights: Die Menge an Freudentränen bei den zwölf Hochzeiten und 28 Taufen wird auf drei Liter geschätzt.

Tamara Meyer-Goedereis, Beauftragte für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge im ZfSB, ermöglichte Besucher*innen einen Perspektivwechsel. Foto: privat

Möglich gemacht wurde der tägliche Betrieb durch das überwältigende Engagement vieler ehrenamtlich Mitarbeitender vor Ort. „Insgesamt waren 200 Ehrenamtliche täglich im Einsatz und alle Schichten konnten immer besetzt werden“, betont Anja Sievers stolz. Hinzu kam der Einsatz kirchlicher Mitarbeitender, die an vielen Tagen ihr Arbeitsfeld im Kirchenpavillon präsentierten: Unter anderem gab es hier sehr gut angenommene Aktivitäten der Altenseelsorge, der Notfallseelsorge und der Seelsorge für blinde und sehbehinderte Menschen im Zentrum für Seelsorge und Beratung (ZfSB). „Gerade die spirituellen Formate zogen viele Menschen an“, so die Erfahrung der Projektleiterin. Ein besonderer Zuschauermagnet war auch das Erntedankwochenende: 600 Menschen feierten den Gottesdienst auf dem Gelände der Landesgartenschau gemeinsam.

„Ein so intensives und gesegnetes Projekt lässt sich nicht einfach wie ein Gartentor schließen“, sagt Sievers. Um gemeinsam für die erlebte Zeit Danke zu sagen, Erlebtes zu feiern und auf das zu blicken, was bleibt, laden die beteiligten Kirchen zum Abschlussgottesdienst am Sonntag, 18. Oktober, um 16 Uhr auf der Möbel-Heinrich-Bühne der Landesgartenschau in Bad Nenndorf ein.

Unter www.landesgartenschau-badnenndorf.de/anmeldung-abschlussfeier können sich Besucher*innen anmelden, wenn sie keine Eintrittskarte haben. Von 12 bis 14 Uhr findet die offizielle Abschlussfeier statt, an die sich um 16 Uhr der Gottesdienst anschließt.