„Seele stärken – We care!“: Unter diesem Titel kamen jetzt rund 70 Seelsorgende, an Seelsorge Interessierte und Wissenschaftler*innen in der Evangelischen Akademie Loccum zusammen. An drei Tagen beschäftigten sie sich mit der Seelsorge im Sozialraum; die Einzelthemen führten dabei von soziotheologischen Überlegungen zum Thema Verlust über das Konzept der Caring City und der Sorgenden Gemeinschaften, neue Seelsorgeformen und den Zusammenhang von Einsamkeit, Seelsorge und Gesundheit bis zur empirisch-soziologischen Forschung über die Gemeinwohlwirksamkeit von Seelsorge. Gemeinsame Veranstalterinnen der Tagung zum Auftakt des Aktionsjahres Seelsorge 2026 waren das Zentrum für Seelsorge und Beratung (ZfSB) in Hannover und die Akademie Loccum.
Die Tagung rücke die Seelsorge als Markenkern kirchlichen Handelns in den Blick, erklärte Angela Grimm, Direktorin des ZfSB in ihrem Eröffnungsimpuls. Dabei müsse es darum gehen, Seelsorge neu zu denken und neu zu definieren; den Blick über Kirchenmauern hinaus zu öffnen, wie Tagungsleiter Dr. Bastian König es formulierte.
Landesbischof Ralf Meister verwies in seinem Eingangsstatement darauf, dass die Bezüge zwischen Seelsorge und Sozialraum sehr alt seien: „Sozialraumorientierung war immer schon Teil der DNA der Kirche.“ Dr. Nicola Wendebourg, Personalchefin der hannoverschen Landeskirche, ging auf den oftmals allzu leisen Auftritt der Seelsorge ein und stellte fest, dass das ZfSB seit seiner Gründung im Jahr 2014 die Seelsorge stärker in der öffentlichen Wahrnehmung verankert habe.