Das Arbeitsfeld Seelsorge steht angesichts sich verändernder kirchlicher sowie gesellschaftlicher Rahmenbedingungen vor grundlegenden Herausforderungen. Ortsgemeindliche Strukturen stoßen durch Personalmangel und schwindende finanzielle und personelle Ressourcen an ihre Grenzen. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Bedürfnis nach Seelsorge nicht einfach verschwunden ist, sich aber anders artikuliert als früher und nach neuen Formen verlangt: Wie lässt sich der seelsorgliche Auftrag heute verwirklichen?
Bei diesen aktuellen Herausforderungen und Anforderungen setzt die Tagung an. Dabei geht es nicht zuletzt auch um das Selbstverständnis der Seelsorge: Was macht sie im Unterschied zu anderen kirchlichen Handlungsfeldern aus?
Ziel der Tagung "Seele stärken – We care!! Seelsorge im Sozialraum" zum Auftakt des Aktionsjahres Seelsorge 2026 ist es, die Vernetzung innerhalb der Seelsorge sowie mit anderen kirchlichen Akteur*innen zu stärken. Zudem soll sie dazu beitragen, zentrale Fragen der Seelsorge zu klären – sei es zur Selbstvergewisserung oder zur möglichen Neuausrichtung. Die Tagung bietet darüber hinaus Raum, gemeinsam Visionen für die Zukunft zu entwickeln.
Perspektiven für eine zeitgemäße Seelsorge
Es wird darum gehen, Perspektiven für eine zeitgemäße Seelsorge zu entwickeln, die sowohl dem theologischen Anspruch, als auch den gesellschaftlichen Realitäten gerecht wird.
Die Tagung richtet sich an alle, die sich auf dem Feld der Seelsorge im Sozialraum engagieren – von Pfarrpersonen mit Seelsorge-Schwerpunkten und ehrenamtlich Tätigen in der Seelsorge über Akteur*innen auf den klassischen funktionalen Feldern der Krankenhaus-, Telefon-, Schul- oder Gefängnisseelsorge, außerdem auch an Engagierte in aktuellen Projekten wie dem Segensnetzwerk oder den Sorgenden Gemeinschaften.