Foto: Andrea Hesse

„Ich bin fasziniert vom Kommen, Gehen und Bleiben“

Kristin Winkelmann ist seit März evangelische Flughafenseelsorgerin

Pastorin Kristin Winkelmann. Foto: Andrea Hesse

„Im Moment bin ich nur auf der Landseite des Flughafens anzutreffen, also vor der Sicherheitskontrolle“, erzählt Kristin Winkelmann. Die im Emsland geborene Pastorin ist seit März dieses Jahres evangelische Flughafenseelsorgerin am Hannover Airport und hier mit Reisenden ebenso wie mit Mitarbeitenden in Kontakt.

Mit einem Stellenanteil von 25 Prozent in der Flughafenseelsorge hat Winkelmann die Nachfolge von Pastor Karl-Martin Harms angetreten, der ins Gemeindepfarramt in Kirchhorst wechselte. „Ich bin hier überall willkommen und werde herzlich begrüßt“, freut sich Winkelmann. „Dank Karl-Martin kann ich auf einer wunderbaren Basis aufbauen.“ Zunächst noch besteht ihre Tätigkeit aus Lernen: „Ganz langsam lerne ich das System Flughafen kennen – die unterschiedlichen Bereiche, die Abläufe, die Menschen“, sagt die Pastorin. Erkennbar durch die Weste der Flughafenseelsorge und mit den bekannten Brausebrocken als kleines Geschenk, geht sie aktiv auf die Menschen vor und hinter den Abfertigungsschaltern zu und stellt sich vor: „Guten Tag, ich bin die Neue.“

Wie schon ihre Vorgänger arbeitet Kristin Winkelmann mit einem Team von ehrenamtlich Engagierten, die von ihr und ihrer katholischen Kollegin, Pastoralreferentin Annette Burchardt, begleitet werden. „Das Team ist sehr engagiert und arbeitet ganz selbständig; das unterstütze ich sehr gerne“, sagt Winkelmann. Aus ihrer bisherigen Tätigkeit in der hannoverschen Kirchengemeinde Misburg hat sie zwei ehrenamtlich Mitarbeitende mit zum Flughafen gebracht und freut sich auch über weitere Interessierte, die das Team unterstützen möchten. Und auch Karl-Martin Harms steht ihr noch beratend zur Seite, wann immer die „Neue“ sich das wünscht.

Aktuell läuft die Sicherheitsüberprüfung der Seelsorgerin, die notwendig ist, um auch hinter den Sicherheitskontrollen tätig werden zu dürfen. „Dort im Wartebereich haben die Menschen oft mehr Zeit“, sagt Winkelmann und freut sich darauf, auch diesen Bereich näher kennenzulernen. Überhaupt scheint der Arbeitsplatz Flughafen wie gemacht für sie: „Ich bin eine reiselustige Person und die Faszination fürs Fliegen ist bei mir angelegt“, erzählt Winkelmann. Sie habe zwar immer wieder eine leichte Flugangst, die sie aber regelmäßig in den Griff bekomme.

Mit ihrem zweiten, größeren Stellenanteil ist Kristin Winkelmann als Springerin im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen tätig. Sie hilft dort aus, wo Vakanzen im Pfarramt bestehen; aktuell ist sie aufgrund der Elternzeit von Pastorin Annabell Demera unterstützend in der Wedemark tätig. 

„Ich mache sehr gerne Gemeindearbeit und freue mich, dass nun die Flughafenseelsorge als neuer Impuls hinzugekommen ist“, sagt Kristin Winkelmann. Immer schon sei sie fasziniert gewesen vom Kommen und Gehen und Bleiben – in ihrer Seelsorgetätigkeit am Airport Hannover-Langenhagen kann sie dieser Faszination nun weiter nachspüren.