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Foto: Andrea Hesse

HIV- und AIDS-Seelsorge

Nachricht 19. August 2014

Pastor Axel Kawalla wird HIV- und AIDS-Seelsorger

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Pastor Axel Kawalla

Die HIV- und AIDS-Seelsorge in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird seit dem Jahr 2006 mit einem halben Stellenanteil von Pastor Dr. Ernst-Friedrich Heider verantwortet, der mit einem weiteren Stellenanteil in der hannoverschen Siloah-Klinik als Krankenhausseelsorger tätig ist. Als HIV- und AIDS-Seelsorger ist er dem Zentrum für Seelsorge zugeordnet, wo er über die Seelsorge an Betroffenen und ihren Angehörigen hinaus die Arbeitsbereiche Information und Prävention sowie Vernetzung und theologischer Diskurs vertritt.

Zum 1. September dieses Jahres geht Pastor Dr. Heider in den Ruhestand; seine Nachfolge tritt zum selben Zeitpunkt Pastor Axel Kawalla an. Seit zwölf Jahren ist er als Gemeindepastor in der hannoverschen Melanchthon-Gemeinde tätig, nun freut er sich darauf, die engagierte Arbeit Dr. Heiders fortsetzen zu können. „Die erste Zeit wird damit ausgefüllt sein, die Menschen und Einrichtungen kennen zu lernen, die in der HIV- und AIDS-Arbeit tätig sind“, sagt Axel Kawalla. „Zugleich und zuerst möchte ich aber für die Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind, da sein.“

Axel Kawalla ist 46 Jahre alt; er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Hannover. In seine Tätigkeit als landeskirchlicher Beauftragter für HIV- und AIDS-Seelsorge geht er nicht mit fertigen Konzepten sondern mit der Bereitschaft, zuzuhören und Vorhandenes ebenso wie Neues sorgsam weiterzuentwickeln: „Was es bedeutet, für Betroffene da zu sein, wofür sie mich als Seelsorger und Pastor brauchen und was ich werde geben können, das möchte ich in Gesprächen mit den Menschen gemeinsam entwickeln.“

Der seelsorgliche Dienst an HIV-infizierten und AIDS-kranken Männern, Frauen und Jugendlichen schließt auch deren Angehörige und die Mitarbeitenden von Einrichtungen, die zu diesem Thema arbeiten, ein. Ein weiterer Arbeitsbereich der HIV- und AIDS-Seelsorge ist die vernetzte Informations- und Präventionsarbeit. Geleistet wird sie im Konfirmandenunterricht ebenso wie im Seniorenkreis in der Kirchengemeinde, in Schulen, in Partnerschafts-, Migranten- und Selbsthilfegruppen. Seelsorge in diesem Themenfeld braucht viel Zeit und Geduld, damit Vertrauen wachsen kann und das Ziel der Anwaltschaft für betroffene Menschen im Blick bleibt.