Foto: Andrea Hesse

Altenseelsorge

Und wenn sie auch alt werden (Psalm 92, 14)

Wir werden immer älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und diese Entwicklung wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen nach ihrer Verrentung aktiv und gesund noch nahezu ein Drittel ihres Lebens als Lebensabschnitt „Alter“ erleben und gestalten können.

Daneben kann Hochaltrigkeit aber auch Einschränkungen, Krankheiten und Pflegebedarf zur Folge haben und Betroffene und Angehörige auf eine besondere Weise mit der Begrenztheit und Verletzlichkeit des menschlichen Lebens konfrontieren. So stellt der Einzug in ein Pflegeheim heute meistens die letzte Möglichkeit nach Ausschöpfen aller ambulanten, familiären und nachbarschaftlichen Hilfen dar.

Die verschiedenen Facetten des Älterwerdens stellen die Altenseelsorge vor völlig neue Herausforderungen; sie bieten darüber hinaus aber auch hervorragende Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Es gilt, neue Konzepte in Bezug auf die Teilhabe am (kirchlichen) Lebensumfeld, eine senioren- und demenzorientierte Homiletik und die Begleitung im Leben und im Sterben zu entwickeln. Und es ist darüber hinaus wichtig, die Sinn- und Lebensfragen derjenigen, die gerade die Berufs- und Familienarbeit hinter sich gelassen haben, aufzunehmen. Daneben ist auch der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die oftmals nicht verarbeiteten Erfahrungen des II. Weltkrieges bei alten Menschen ihre Spuren in der Seele hinterlassen haben und zu Angst, Unruhe, innerer Leere und auffälligem Verhalten führen.

Die im Arbeitsfeld Altenseelsorge angebotenen Fortbildungen versuchen, einige dieser Fragen aufzunehmen. So beschäftigt sich die Jahrestagung mit theologischen Fragestellungen zu einer seniorenfreundlichen und demenzsensiblen Kirche, und mehrere Veranstaltungen nehmen auch das Thema Kriegskindheiten auf.

Schatten der Vergangenheit. Hilfen für Kriegskinder im Alter

Sorgende Gemeinde werden

Arbeitsgemeinschaft stellt Texte und Materialien bereit

Mit Grundlagentexten und praktischen Anregungen wendet sich das Werkheft „Sorgende Gemeinde werden. Grundlagen – Konzepte – Material“ der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit (EAfA) an Kirchengemeinden und Kirchenkreise. Anlass ist der Siebte Altenbericht der Bundesregierung „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“.

Das Werkheft will Kirchengemeinden dazu anregen, sich über den eigenen Beitrag für zukunftsfähige Gemeinschaften in Kooperation mit anderen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen vor Ort zu verständigen. Im ersten Teil des Heftes geht es um die Bedeutung sorgender Gemeinschaften und die Herausforderungen, die sich daraus für Gesellschaft und Kirche ergeben. Der zweite Teil enthält Material für die Umsetzung des Altenberichtes in gemeindlichen Seminaren und Tagungen.

Aufbereitet werden die Themenfelder Altersbilder, Netzwerkarbeit, Generationendialog und Nachbarschaftsarbeit. 

Materialien zum Download oder zum Bestellen

Ihre Ansprechpartnerin

christians_albrecht_anita
Pastorin Anita Christians-Albrecht
Blumhardtstraße 2A
30625 Hannover
Tel.: 0511 79 00 31-18
Abteilung / Referat:

Landeskirchliche Beauftragte für Altenseelsorge