Wenn etwas passiert, das für betroffene Menschen die Welt ins Wanken bringt, sind sie da: Notfallseelsorger*innen und Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk und weiteren Organisationen. Sie retten, sichern, begleiten, treffen Entscheidungen und halten mit aus. Unsichtbar und ungehört bleibt dabei oft das, was das Erlebte mit den Einsatzkräften macht.
Eine Wanderausstellung unter dem Titel „BLAULICHT“ rückt dieses Ungesehene und Ungehörte jetzt in den Blick: Sie verbindet fotografische Porträts mit persönlichen Geschichten von Menschen aus der Notfallseelsorge, aus Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und anderen Einsatzorganisationen. Sie erzählt von ihren Erfahrungen, Belastungen, Haltungen und Hoffnungen. Im Mittelpunkt stehen die seelischen Herausforderungen des Einsatzalltags und der Umgang mit Grenzerfahrungen, mit Verantwortung und Erschöpfung. Zugleich fragt die Ausstellung, was Menschen in schwierigen Situationen Halt gibt und welche Bedeutung der Glaube an Gott als Quelle von Trost, Orientierung und innerer Stärke haben kann.
Die Ausstellung wurde im Auftrag des Sprengels Lüneburg von dem Lüneburger Fotografen und Autor Mathias Mensch erarbeitet und erstmals in einem Blaulicht-Gottesdienst am 1. November in St. Johannis in Lüneburg gezeigt. In den kommenden Monaten soll sie an weiteren Orten im Sprengel und in der Landeskirche präsentiert werden.
Begleitend wurde eine fotografisch und inhaltlich berührende Broschüre herausgegeben, die Marianne Gorka, Regionalbischöfin im Sprengel Lüneburg, mit einem Geleitwort würdigt. „Ich wünsche mir, dass die Ausstellung und dieses Heft dabei unseren Blick verändern. Dass wir hinter der Uniform, hinter der Aufgabe und hinter dem Blaulicht die Menschen sehen. Dass wir ihnen mit Respekt begegnen und ihnen die Anerkennung schenken, die ihr Einsatz verdient“, erklärt die Regionalbischöfin.
Begleitend zu Ausstellung und Broschüre wurde auch die Projekt-Webseite „Blaulicht“ erstellt. Über die Seite können interessierte Kirchengemeinden und Einrichtungen Kontakt aufnehmen, um die Wanderausstellung auszuleihen.