Das Sterben und das Lebensende von Angehörigen, Freund*innen oder Nachbar*innen macht uns oft hilflos. Uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen verloren gegangen. Um dieses Wissen zurückzugewinnen, gibt es Kurse zur „Letzten Hilfe“.
Der Kurs „Letzte Hilfe“ vermittelt Basiswissen und Orientierung sowie einfache Handgriffe. Es wird Grundwissen an die Hand gegeben und ermutigt, sich Sterbenden zuzuwenden. Mit den Letzte-Hilfe-Kursen sollen Menschen ermutigt und befähigt werden, Sterbenden und ihren Zugehörigen mit Empathie und grundlegenden Kenntnissen zur Seite zu stehen. Zudem leisten die Kurse einen Beitrag zum öffentlichen Diskurs über Fragen des Umgangs mit den Themen schwere Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Nicht zuletzt zeigen die zunehmenden Anfragen zum Assistierten Suizid in Deutschland, wie notwendig ein offener, respektvoller und differenzierter gesellschaftlicher Dialog über das Lebensende und alle damit zusammenhängenden Themen ist.
„Letzte Hilfe Deutschland“, eine gemeinnützige GmbH, leistet bundesweit und gemeinsam mit Kursleitenden aus der Hospiz- und Palliativarbeit vor Ort einen Beitrag zu einem würdevollen, individuell gestalteten Lebensende, zu mehr Sicherheit und weniger Angst. Die Hospiz- und Palliativseelsorge möchte in diesem Zusammenhang Mut machen, palliative und hospizliche Angebote anzunehmen, sich als Teil einer umsorgenden Gemeinschaft einzubringen und darüber hinaus gemeinsam tragfähige Alternativen im Umgang mit Sterbewünschen zu entwickeln.
Der Letzte-Hilfe-Kurs besteht aus insgesamt vier Modulen zu jeweils 45 Minuten: Sterben als ein Teil des Lebens, Vorsorgen und entscheiden, Leiden lindern und Abschied nehmen. Die Leitung erfolgt durch erfahrene und zertifizierte Kursleitende aus der Hospiz- und Palliativarbeit.
Annette Behnken, Pastorin, Beauftragte für Hospiz- und Palliativseelsorge im Zentrum für Seelsorge und Beratung