Würdevoll. Wem würdest du heute eine Krone aufsetzen?

Ein Pop-Up-Format für Krankenhäuser

Foto: Jessica Jähnert-Müller

Mitten im Krankenhausalltag entsteht durch dieses Pop-Up-Format ein offener Raum für kurze Begegnungen zum Thema Würde. Patient*innen, Angehörige, Mitarbeitende und Besucher*innen kommen dabei in Kontakt mit einer Königsfigur und der Frage „Wem würdest du heute eine Krone aufsetzen?“. Die Königsfiguren wirken als symbolische Einladung, über Wert, Anerkennung und Menschenwürde nachzudenken.

Das Format geht zurück auf ein Pop-Up-Format der Klinikseelsorgenden an der Medizinischen Hochschule Hannover, das sie im Rahmen der Ausstellung „Mensch – Würde – Unantastbar“ mit Holz-Königsfiguren des Künstlers Ralf Knoblauch in der Kapelle der Medizinischen Hochschule Hannover anboten.

Das Pop-Up lässt sich unabhängig von der Ausstellung rund um die Holz-Königsfiguren realisieren. Denkbar ist hier bspw. die Nutzung einer Krone als Symbol und Gesprächsöffner sowie Postkarten mit Kronenmotiv oder Ähnliches.

Ablauf

Der Einstieg ist leicht und spielerisch, ohne Erwartungsdruck. Die zentrale Frage lautet: „Wem würdest du heute eine Krone aufsetzen?“

Dieser niedrigschwellige Einstieg führt intuitiv in Richtung Würde. Daraus ergeben sich natürliche Folgefragen:

  • Was hat diese Person für dich heute besonders gemacht?
  • Gab es heute eine kleine Geste, die dir gutgetan hat?
  • Was hat dich heute berührt?
  • Was bedeutet Würde für dich?

Mögliche Varianten

a) am Tisch in der Cafeteria:

  • sich mit einem Getränk an einen Tisch setzen (kleiner bis mittelgroßer Tisch, zwei bis drei Stühle)
  • Königsfiguren gut sichtbar angeordnet
  • Postkarten mit Königs-Motiv in einer Schale
  • Aufsteller mit der Impulsfrage „Wem würdest du heute eine Krone aufsetzen?“

b) auf den Wegen durchs Krankenhaus (Walk-Act):

  • sich auf den Weg machen mit Holz-Königsfigur (oder Krone), Korb mit Postkarten und Plakat mit Impulsfrage
  • Menschen schauen meist neugierig auf die Figur und lassen sich ansprechen.
  • Möglich ist auch, sich immer wieder auf eine Bank / in die Sitzecken zu setzen (ähnlich wie die Variante in der Cafeteria) und zu schauen, wer aufmerksam zum „königlichen Besuch“ blickt.

Haltung

  • präsent, zugewandt, aber nicht aufdringlich
  • Gespräche dürfen kurz oder tief sein – beides ist wertvoll.
  • keine Bewertung, kein Drängen
  • Jede Person entscheidet jederzeit, wie weit sie gehen möchte.

Jessica Jähnert Müller, Pastorin, Krankenhausseelsorgerin in der Medizinischen Hochschule Hannover

Ihre Ansprechperson

Jessica Jähnert-Müller
Tel.: 0511 5325474

"Würdevoll" in Stichworten

  • Orte: Stationsflure, „Ladenstraße“, Cafeteria
  • Anlass des ursprünglichen Pop-Up-Formates: Ausstellung „Mensch – Würde – Unantastbar“ mit Holz-Königsfiguren des Künstlers Ralf Knoblauch in der Kapelle der Medizinischen Hochschule Hannover
  • Format: niedrigschwelliges Gesprächsangebot zum Thema Würde
  • Material: kleines Plakat (DinA4) mit Impulsfrage: „Würdevoll. Wem würdest du heute eine Krone aufsetzen?“, Korb mit Postkarten und evtl. König-Pins, Königsfigur oder Krone